Cheglio

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Cheglio (773 mslm) ist ein winzig kleiner Ort mit der Atmosfäre eines antiken lädlichen Dorfes, geprägt durch seine kleinen verwinckelten Gassen zwischen Steinhäusern, neu entdeckt dank derer, die diese Ruhe und Atmosfäre lieben und schätzen. Bedingt duch seine geografisch günstige Lage kann man in Cheglio auch in den Wintermonaten ausgiebig die Sonne geniessen; dies, verbunden mit seiner Schönheit, macht aus Cheglio einen attraktiven Ort für Zweitwohnungen.
Cheglio besitzt ein Oratorium welches S. Rocco gewidmet ist und wo ein wertvolles Gemäld aufbewahrt wird, welches eine Madonna mit einem Kind auf einem Thron abbildet, so wie die Heiligen Rocco, Sebastiano und Martino. Das Oratorium stammt aus dem Jahr 1509, aber laut Volksmund sei dieses schon älter als die Pfarrkirche selbst. Man erzählt sich, dass sogar San Carlo Borromeo dort gepredikt haben soll. 

Ebenfalls in Cheglio begindet sich die antike Kapelle der Heiligen Maria des “Buri” in welcher sich eine wertvolle Freskenmalerei eines Kreuzes aus dem vierten Jahrhundert befindet, die Kapelle der “Vergela”, Ziel antiker Bittgänge, die auf dem Fussweg Richtung Cannero zu finden ist. Letztere hat einen ausgiebigen Bogengang, der den Wanderern Schutz und Unterschlupf bei schlechtem Wetter bot; ähnliche Unterschlupfmöglichkeiten befinden sich weiter unten auf dem Weg Richtung Cannero im Gebiet von Piancassone.
In Cheglio, eingefasst unterhalb einer Treppe der Via Centrale, gibt es einen Steinbrunnen mit einer alten Inschrifft. Ein weiterer interessannter Brunnen befindet sich zwischen den mächtigen Kastanienbäumen des “Pianaccio” der aus den Überresten einer Pferdetränken entstanden ist, die während des Baus der “Linea Cadorna” genutzt wurde.
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1884 entstand im Dorf das Hotel Belvedere, eines der erste der Region und es wurde sofort zum Ziel eines bahnbrechnenden Elite- Tourismus. Die Damen der Belle Epoque, begleite von den Frauen des Dorfes die ihr Gepäck in ihren geschulterten Weidenkörben “gerlo” trugen, kamen auf dem Rücken von Maultieren an und tranken ihren Tee im Schatten eines Kastanienbaums der über einen kleinen Weg mit dem Hotel verbunden war.

Die Tradizion des Hotelfachs hat sich sofort in den Einheimischen verwurzelt und es gab viele Generazionen von Köchen und Kellnern, welche innerhalb ganz Europas auswanderten, Restaurants und Hotels eröffneten die teils auch berühmt wurden. Wenngleich auch die Tradition des Hotelfachs erloschen ist, so finden man doch viele verschiedene Ferien-Ünterkunftsmöglichkeiten in Appartements, bed&breakfast, sowie in einer neu kostruierten kleinen Ferienanlage in herrliche Posizion.