Viggiona

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Der Ortskern von Viggiona ( 686 mlsm) ist sehr antik, und seine Geschischte gleicht derer der ältesten Pfarrgemeinde Cannobios.
Es entsteht in einer weiten moränen Hochebene der letzten Eiszeit, geschützt vor Nordwind und man hat ein weites Panorama über den See hinaus bis zur Schweiz.
Viggiona hatte bis zum Ende des achten Jahrhunderts zahlreiche Einwohner, circa 900. Diese wanderten jedoch aus, auf der Suche nach Arbeit als Gastwirte, Bäcker oder Händler.

Das Dorf hat eine grandiose Barokkirche aus dem Ende des sechsten Jahrhunderts, die dem Heiligen Maurizuis geweiht ist, und in ihrem Inneren befinden dich wertvolle, gold dekorierte, epokale Wandmalereien, eine Kanzel von 1618, ein Werk der Gebrüder Zampanti (heimische Schnitzer), eine Statue der Madonna des Rosenkranzes und ein wertvolles hölzernes Kreuz.
Die bekanntere Kirche ist allerdings die “Chiesa Vecchia” des Friedhofes, ein romanisches Gebäude, eingeweiht 1942 und als Nationalmonument ernannt. Sie ist mit der neuen Barokkirche über eine moderne Via Crucis verbunden, welche in den sechziger Jahren von Studenten der stuttgarter Kunstakademie realisiert wurde.
Auch wenn die Chiesa Vecchia nicht mehr genutzt wird, so beherbergt sie wertvolle Kunstschätze und antike Freskenmalerei wie die Kreuzigungn von 1430.

Ebenfalls in Viggiona befindet sich das alte Oratorium der heiligen Jugfrau, auch “la campagna” genannt, gebaut 1535 auf der Basis einer alten Kapelle von der man heute noch eine 1504 datierte Freskenmalerei erkennen kann, die eine stillende Madonna auf einem Thron abbildet.
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In Viggiona gibt es zwei viel besuchte Restaurants, ein Garni, ein “Circolo” (Vereinslokal) mit einer Bocciabahn, einen Tennisplatz, eine Reitschule und ein Lebensmittelgeschäft. Weiterhin gibt vielzählige Übernachtungsmöglichkeiten in Ferienwohnungen und privaten Zimmern.
Der Tourismus aus Deutschland ist der Wichtigste mit über 300 Villen und Häusern über das gesammte Gebiet verteilt, wie in den anliegenden Wäldern und die seewärts liegenden Hänge. Die Baubrange ist nach wie vor in ständiger expansion. 

Von Viggiona aus gelangt man über die “vecchia mulatiera”, den alten Waldpfad der links vom Freidhof liegt, nach Cannobio. Es ist ein bequemer Waldpaziergang abwärts von circa einer Stunde. Auf einem Felsen finden sie einen eingemeisselten Totenkopf und die ernste Inschrifft “Sempre t'aspetto” (Ich werde für immer auf Dich warten). Man erzählt von einer schaurigen Geschichte eines Verbrechens,und die angekündete Rache an den Mörder.
 Aber vielleicht handelt es sich auch nur um eine Legende dank der blühenden Fantasie der Einwohner.
Zu erwähnen ist auch, dass das Gebiet von Viggiona bis nur wenige hundert Meter von dem Ufer des Sees entfernt hinab reicht.
Entlang der “mulatiera” befindet sich einer von drei alten Waschplätzen des Dorfes, welcher hauptsächlich im Winter genutzt wurde, da das Wasser dort weniger kalt war als bei den anderen. Ein zweiter, antiker Waschplatz, mittlerweile entfernt, befand sich auf dem Pfad Richting Carmine und ein dritter, neuere Konstruktion befindet sich am Beginn der steile Strasse die von “Piazza Pasqué” hoch führt zu dem wunderschönen Hügel der Madonna, oberhalb der Häuser von Viggiona, von woaus man einen unvergleichlichen Blick über das Dorf und den See geniessen kann.